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Bauanträge im Wandel

Bis Anfang Dezember 2019 wurden in Hiddenhausen 156 Bauanträge eingereicht. Das sind deutlich weniger Anträge als im Jahr 2018 in dem 288 Anträge gestellt wurden.

Woran liegt das?

Für den Rückgang der Antragszahlen gibt es zwei Gründe:

  • Die Gemeinde hat in diesem Jahr keine neuen Baugebiete ausgewiesen. Wir setzen weiterhin auf eine Stärkung der Wohnquartiere durch das Förderprogramm "Jung kauft Alt".
  • Ein weiterer Grund ist die neue Bauordnung für das Land NRW die am 1.1.2019 in Kraft getreten ist. Die neue Bauordnung brachte zahlreiche Vereinfachungen in dem für bestimmte Bauvorhaben die Genehmigungspflicht entfallen ist.
    Zum Beispiel sind jetzt Gebäude ohne Aufenthaltsräume, Ställe, Toiletten und Feuerstätten mit bis zu 75 Kubikmeter Rauminhalt genehmigungsfrei. Die Grenze lag vorher bei 30 Kubikmeter Rauminhalt. Auch für die Errichtung einer Garage oder eines Carports mit einer Wandhöhe bis zu 3 Meter und einer Grundfläche bis 30 Quadratmeter brauchen Sie keine Genehmigung mehr. Die Vorschriften für den Bau von Wintergärten, Balkon- oder Terrassenüberdachungen und sogar der Abbruch von Gebäuden sind gelockert worden.

Insgesamt wurden in diesem 31 neue Ein- und Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 74 Wohneinheiten (2018: 93) in Hiddenhausen beantragt. Die Anzahl der Anträge für Garagen und Carports hat sich gegenüber dem Vorjahr fast halbiert (von 86 auf 44).

Parallel zum Rückgang der Bauanträge haben wir eine deutliche Steigerung des „Eigentümerwechsels“ bei Bestandsimmobilien festgestellt. Während im Jahre 2017 nur 106 Häuser den Eigentümer wechselten, stieg die Zahl im Jahr 2018 auf 111. Das Jahr 2019 weist mit 162 Eigentümerwechseln einen neuen Höchststand auf.

Unser Ziel auf die Ausweisung von Neubaugebieten im Freiraum zu verzichten und stattdessen die Nachnutzung von Bestandsimmobilien und die Nutzung der vorhandenen Infrastruktur im Innenbereich zu forcieren, konnte damit konsequent weiterverfolgt werden. 

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