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Coronavirus – erster Fall im Kreis Herford

(Stand 08.03.2020)
Aktuelle Informationen zum Coronavirus im Kreis Herford: Landrat freut sich über Besonnenheit – Berufskollegklasse kommt aus Südtirol zurück

Kreis Herford. Nach wie vor gibt es keine weiteren bestätigten Corona-Fälle im Kreis Herford. Das ältere Ehepaar, das sich nach einem Urlaub in Italien mit dem Virus infiziert hatte, ist immer noch in häuslicher Quarantäne. Den beiden geht es den Umständen entsprechend gut.

Eine Schülergruppe des Herforder Friedrich-List-Berufskollegs ist gestern Abend von einer einwöchigen Skireise aus Südtirol zurückgekehrt. Südtirol gilt seit Freitag als Risikogebiet. Alle 34 Schülerinnen und Schüler, sowie die beiden Lehrkräfte und der Busfahrer sind wohlauf, allerdings zeigten 5 Schülerinnen und Schüler leichte grippale Symptome – bei ihnen wurde ein Abstrich gemacht – das Ergebnis der Tests wird frühestens Montag erwartet. Vorsorglich wird die Gruppe bis auf weiteres die Schule nicht besuchen, alle befinden sich zunächst einmal in häuslicher Quarantäne und sind im Austausch mit dem Gesundheitsamt.

Landrat Jürgen Müller ruft nach wie vor zur Besonnenheit auf: „Wir haben die Situation im Kreis Herford gut im Griff. Das spiegelt auch unser Bürgertelefon wieder. Die Anruferinnen und Anrufer sind sehr freundlich und die Anzahl der Anrufe hält sich auch in Grenzen.“
Allgemein gilt für Rückkehrer aus Risikogebieten, sich bei grippeartigen Symptomen zunächst telefonisch an den Hausarzt oder außerhalb der Sprechstunden an die 116117 zu wenden. Zudem hat der Kreis Herford ein Bürgertelefon geschaltet (s.u.).
Im Gesundheitsamt des Kreises gehen zahlreiche Anfragen aus ganz unterschiedlichen Bereichen ein. Daher bittet das Gesundheitsamt darum, bei allgemeinen Fragen so weit wie möglich auf die zahlreichen bestehenden Informationsangebote zurückzugreifen (s.u.), um die Leitungen und die Kapazitäten der Mitarbeitenden für dringende Fälle freizuhalten.


(Stand vom 06.02.20)

Erstmals ist das Coronavirus (SARS Cov 2) nun auch im Kreis Herford nachgewiesen worden. Ein älteres Ehepaar hat sich mit dem Virus infiziert. Der Ehemann hatte nach einer Italienreise Erkältungssymptome. Das Paar verhielt sich vorbildlich. Nach der Rückkehr begaben sie sich in Absprache mit dem Hausarzt und dem Kreisgesundheitsamt vorsorglich in häusliche Quarantäne.

„Den beiden geht es den Umständen entsprechend gut – beide sind so stabil, dass sie zuhause bleiben können. Es ist jetzt wichtig, dass wir mögliche Übertragungsketten überprüfen, aber wie es aussieht, ist dieser Fall sehr übersichtlich. Die beiden leben grundsätzlich eher zurück gezogen und hatten seit der Erkrankung auch keine Außenkontakte“, erklärt Gesundheitsamtsleiterin Dr. Marie-Luise Kluger.

Landrat Jürgen Müller appelliert an die Bevölkerung, besonnen zu bleiben. Eine Weiterverbreitung des Coronavirus scheint in diesem Fall erst einmal eher gering. Landrat Müller, Kreisdirektor Markus Altenhöner sowie Gesundheitsamt und das Amt für Sicherheit und Ordnung der Kreisverwaltung arbeiten dennoch an Vorsichtsmaßnahmen.

So steht das Gesundheitsamt des Kreises Herford in engem Kontakt zu den kreisangehörigen Städten und Gemeinden, den Krankenhäusern, den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten. Bei seinem Vorgehen orientiert sich das Gesundheitsamt an den aktuellen Empfehlungen des Robert Koch-Instituts. Ziel ist es, eine Ausbreitung des SARS CoV-2 zu verhindern.

Das Gesundheitsamt erklärt in diesem Zusammenhang noch einmal, dass man sich ohne Symptome und ohne besonderen Grund nicht auf das neuartige Coronavirus testen lassen müsse: „Ein Test macht nur dann Sinn, wenn Zeichen eines grippalen Infektes und weitere Risikofaktoren vorliegen“, erklärt Dr. Marie-Luise Kluger. Für Personen mit Symptomen gilt nach wie vor: Telefonisch den Hausarzt kontaktieren und das weitere Vorgehen besprechen. Am Wochenende ist auch der Ärztliche Bereitschaftsdienst Ansprechpartner. Die Hotline ist erreichbar über die Telefonnummer 116117.


Telefonische Informationen
Für Anfragen rund um das Coronavirus steht das Bürgertelefon des Kreises unter 05221 13–1500 zur Verfügung. Das Bürgertelefon ist wochentags von 8 bis 17 Uhr und heute von 9-16 Uhr und an diesem Wochenende von 10 – 15Uhr (Samstag) und 10 - 13 Uhr (Sonntag) Neben und außerhalb der Geschäftszeiten des Bürgertelefons des Kreises Herford gibt es auch weitere Hotlines, an die sich Bürgerinnen und Bürger wenden können. Wer eine gesundheitliche Beratung bezüglich des Coronavirus braucht und fürchtet sich angesteckt zu haben oder seinen Hausarzt telefonisch nicht erreicht, kann sich telefonisch an den Ärztlichen Bereitschaftsdienst wenden. Die Hotline ist erreichbar über die Telefonnummer 116117. Auch das NRW Gesundheits-Ministerium hat eine Coronavirus-Hotline geschaltet: (0211) 855 47 74.

Der Kreis Herford informiert außerdem aktuell auf seiner Internetseite (www.kreis-herford.de ) über die aktuelle Situation im Kreisgebiet. Hier finden sich auch Links zu wichtigen Institutionen, die über Corona-Infektionen - und wie man sie verhindern kann - informieren:
Allgemeine Informationen finden sich unter


Sich selbst und andere schützen
Wie bei Influenza und anderen akuten Atemwegsinfektionen schützen Husten- und Nies-Etikette, gute Händehygiene sowie Abstand zu Erkrankten (ca. 1 bis 2 Meter) auch vor einer Übertragung des neuen Coronavirus. Diese Maßnahmen sind auch in Anbetracht der Grippewelle überall und jederzeit angeraten. Also:

  • Beim Husten und Niesen Abstand halten oder sich wegdrehen.
  • In die Armbeuge niesen. Am besten in ein Taschentuch, das Sie sofort entsorgen.
  • Hände regelmäßig und gründlich mit Wasser und Seife waschen. 
Hotline-Corona
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